

Geschichte des Vorbildes:
1928 und 1929 bestellte die MITROPA AG für die aufkommenden FD-Züge der 1. und 2. Klasse in 3 Tranchen (1001-1040, nach kleinen Änderungen 1041-1075 und in voll geschweisster Ausführung 1076-1087) insgesamt 88 Stück des 42-plätzigen WUMAG-Standardspeisewagens bei Breslauer AG / Linke Hofmann Werke / L.H.Busch Werke (LHB), van der Zypen & Charlier GmbH(Westwaggon)/Köln-Deutz, Waggon- und Maschinenbau AG (WUMAG)/Görlitz und Wegmann & Co/Kassel , die an die neu in Dienst gehenden stählernen Schnellzugwagen äusserlich angepasst wurde und küchentechnisch an die schwereren Rheingold-Wagen angelehnt wurden. Die Fahrzeuge bis 1075 hatten allerdings noch Holzfussböden und hölzerne Dachsparren, ab Wagen 1076 konnte das Leergewicht von 53,9t auf 51,2t gesenkt werden. Die ab 1934 gebauten Wagen (1076 ff.) unterschieden sich auch äusserlich von den Vorgängern, die Rahmen waren glatt verkleidet und alle Niete vertieft und bündig mit der Beblechung verspachtelt. Auch die senkrechten Deckleisten entfielen. Die Wagen erhielten Drehgestelle der Bauart "Görlitz II schwer", ab Wagen 1076 "Görlitz III schwer" für eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h.

Nach 1945 fanden die in den 3 westlichen Besatzungszonen verbliebenen, zum Teil schwer zerstörten und leeren Fahrzeuge nach Reparaturarbeiten Verwendung in den Militärzügen der Besatzungstruppen.
Nach Freigabe der Wagen durch die Aliierten wurden die Wagen der 1949 gegründeten "Deutschen Schlafwagen- und Speisewagen-Gesellschaft m.b.H" (DSG) übergeben. Diese ließ die Wagen der Bauart 1928 zwischen 1958 und 1961 technisch überholen:
Zudem wurde der Wagenkasten in RAL 3004 (Purpurrot) statt des traditionellen RAL 3005 (Weinrot) der MITROPA und des später verwendeten RAL 3003 (Rubinrot) lackiert. Nach der Übernahme der Wagen in das Eigentum der DB per 1.1.1966 wurden die ehemaligen DSG-Wagen auf 5-stellige Ziffern umgenummert (11003 ff). Ab 1958 wurde die Wagen gem. Beschriftung nach UIC-Standard als 51 80 88-46 003 ff bezeichnet (Einordnung als WRü151 mit den Rheingold-Wagen der Bauart 28 und 29). Die Wagen trugen das DSG-Logo bis zur Ausmusterung
Die Fahrzeuge dieser Bauart bildeten lange das Rückgrat der Speisewagendienste in Fernzügen des nationalen und internationalen Verkehrs. Ab 1967 wurden die Wagen allmählich durch Neubauwagen verdrängt und zwischen 1967 und 1973 ausgemustert. Einige Wagen, leider kein Wagen aus den späten Baujahren, sind erhalten geblieben:
Auflistung der gebauten Wagen mit ihrem Verbleib nach 1945
Quellen:
Hanke, Heinrich: http://www.heinrich-hanke.de/eisenbahn/reisezuege/index.htm
Geschichte des DSG-Wagens 1005: http://home.t-online.de/home/friedhelm.schlender/htm/dlg_41096.htm
Dost, Paul: Der rote Teppich, Wien 1965 (Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart)
Brandt, Walter: Schlaf- und Speisewagen der Eisenbahn Franckh, Stuttgart 1968
75 Jahre Mitropa, Sonderheft des Eisenbahnjournal, Merker Verlag 1992
DSG-Wagenverzeichnis 1964 und 1968
sowie viele Eisenbahnfreunde, besonders Jens Nestvogel und G.S.W